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PRESSEMITTEILUNG:

Darmstadt, 24. Januar 2012

Siebel und Spies besuchen soziale Einrichtungen in Darmstadt

Der Darmstädter Landtagsabgeordnete Michael Siebel (SPD) und sein Kollege Dr. Thomas Spies, sozialpolitischer Sprecher der SPD Landtagsfraktion, besuchten ver-schiedene soziale Einrichtungen in Darmstadt.

„Mit unserem Rundgang durch die unterschiedlichsten sozialen Einrichtungen in Darmstadt haben wir Einblick in deren ausgezeichnete Arbeit erhalten und konnten uns vom besonderen Engagement überzeugen“ so Spies und Siebel.

Erste Station war die Kindertagesstätte „Papillon“ in der Borsdorffstraße, deren Träger der Arbeiter-Samariter-Bund ist.
„Wir betreuen Kinder unter 3 Jahren sowohl in der Krippe als auch im Kindergarten. Pro Kindergartengruppe nehmen wir jährlich 3 Kinder unter 3 auf. In der Krippe sind es 10. Wir berücksichtigen die individuellen Bedürfnisse aller Kinder und arbeiten mit den Kindern und deren Familien zusammen, um die bestmögliche Entwicklung des Kindes zu fördern. Wir arbeiten teiloffen, nach den Leitlinien der Psychomotorik, nach dem Situationsansatz und sind Kita mit Schwerpunkt "Sprache und Integration" erklärte Frau Marquas, Leiterin der Kita.

Nächster Anlaufpunkt war die Stadtteilwerkstatt Kranichstein, ein Kooperationspro-jekt der Gemeinwesenarbeit des Caritasverbandes und des Diakonischen Werks. Die Stadtteilwerkstatt hat sich zum Ziel gesetzt, die Bewohnerinnen und Bewohner an der Entwicklung ihres Stadtteils zu beteiligen und dabei insbesondere sozial benachteiligten Menschen Partizipation und Teilhabe zu ermöglichen. Diese erfolgreiche Arbeit spiegelt sich in vielen Projekten und Arbeitsgemeinschaften wider.
Gefördert wird die Stadtteilwerkstatt durch das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“, das Städtebauförderung mit sozialen Aspekten verbindet, berichtete Jean-nette Dorff, Quartiermanagerin in Kranichstein.
„Die erfolgreiche Arbeit in Kranichstein zeigt, wie wichtig das Programm ist. Wir set-zen uns für eine unbedingte Fortführung des Programms und eine grundlegende finanzielle Förderung ein“ sagten Spies und Siebel im Hinblick auf die Kürzungen der Gelder durch die Bundesregierung und die Landesregierung in Hessen.

„Im Mehrgenerationenhaus Darmstadt sind alle Menschen von Jung bis Alt willkom-men. Wir sind ein Treffpunkt für gemeinsame Aktivitäten, mit dem Ziel, den sozialen Zusammenhalt zwischen den Generationen und den verschiedenen Kulturen zu stärken sowie neue Anstöße für Begegnungen und Dienstleistungen in den unterschiedlichen Lebensphasen zu entwickeln. Weiterhin haben unsere Angebote die Schwerpunkte „Hilfe zur Selbsthilfe“, Informationstransfer und Entlastung für Familien, Alleinerziehende und ältere Menschen. Das Angebot reicht von der Babymusikgruppe über die Willkommensberatung für neue Bürger/innen in Darmstadt oder das Kinderhotel für Grundschulkinder bis zur Handy-Sprechstunde für Senioren/innen", führte Katrin Jänicke, Koordinatorin aus.
Das Mehrgenerationenhaus Darmstadt ist eines der ersten Stunde, es besteht seit 2007 und hat sich aus dem Mütterzentrum Darmstadt entwickelt. Für Michael Siebel und Thomas Spies ein „besonderes Beispiel der sozialräumlichen Entwicklung durch nachbarschaftliches Miteinander“.
Auch die wissenschaftliche Begleitung Sozialer Arbeit und eine fundierte Ausbildung sind in Darmstadt durch die Evangelische Hochschule gegeben. Mit einem Gespräch mit der Präsidentin der Hochschule, Frau Prof. Köhler-Offierski und Studierenden des Studiengangs Soziale Arbeit und der zuständigen Dekanin, Frau Gabriele Kleiner, werde der Rundgang einen besonderen Abschluss finden.

„Soziale Infrastruktur ist genauso wichtig wie die aus Beton, sie bildet die Grundlage für unser Zusammenleben, schafft Sicherheit und Stabilität. Die Stadt Darmstadt bie-tet hier ein breites Spektrum, die Kommune alleine kann aber diese wichtige Aufgabe nicht bewältigen.
Nach 13 Jahren CDU/FDP Regierung auf Landesebene zeige sich die Sozialpolitik des Landes ziellos und planlos, der Sozialhaushalt sei zum Steinbruch der Haushaltspolitik geworden“ kritisierten Siebel und Spies.

Die SPD Landtagsfraktion will daher mit folgenden Forderungen eine neue Sozialpolitik in Hessen gestalten:

• Mehr vorausschauende präventive Sozialpolitik
• Bedarfsdeckende Kinderbetreuung
• Soziale Gesundheitspolitik
• Eigenständigkeit im Alter ermöglichen
• Teilhabe am Arbeitsleben
• Vor-Ort-Strukturen stärken
• Einwanderungsgesellschaft gestalten
• Motiviertes und gut aufgestelltes Fachpersonal
• Nachhaltige Finanzierung